Digitalisierung: Der deutsche Mittelstand verweilt in den Startblöcken

Die Trends unserer vernetzten Welt sind längst kein Geheimnis mehr. Sie sind angekommen im Bewusstsein der deutschen Unternehmer: Digitale Technologien, die Vision vom „Internet der Dinge“ und die fortwährende Vernetzung der Produktionsabläufe im Arbeitsalltag sind als nächster Evolutionsschritt der modernen Geschäftswelt erkannt und akzeptiert. Das geht aus einer aktuellen Studie der Commerzbank hervor, für die 4000 Führungskräfte mittelständischer Unternehmen ihre Einschätzungen abgaben.

Die Digitalisierung als Potential der Arbeitswelt

Ganze 86% sehen demnach für den Standort Deutschland große Potentiale in der Digitalisierung der Arbeitswelt. Eine an und für sich beeindruckende Zahl – doch vom bloßen Erkennen bis zum tatsächlichen Nutzen der Chancen, die eine Entwicklung hin zur „Industrie 4.0“ bietet, ist es noch ein großer Schritt. Tatsächlich gestehen sich auch fast zwei Drittel (63%) der befragten Unternehmer ein, abwartend und beobachtend auf neue Trends zu reagieren, anstatt sich selbst an Innovationen im eigenen Betrieb zu wagen.

Mutlosigkeit könnte sich rächen

Eine Mutlosigkeit, die sich rächen könnte: Die abwartende Haltung und der Fokus auf konservative Optimierungsstrategien wie Kostensenkungen lässt Unternehmen auf der Stelle treten, wo die in der Studie gelobten „digitalen Innovateure“ längst Fortschritte verzeichnen können und sich so im Wettbewerb einen Vorsprung verschaffen. Noch sind diese jedoch in der Minderheit: Nur bei etwa einem Sechstel aller Unternehmen werden demnach die Innovationsmöglichkeiten digitaler Technologien hinreichend ausgeschöpft. Besonders Optimierungen der Wertschöpfungskette (81%) und im administrativen Bereich (76%) setzen sich bei diesen Vorreitern der Digitalisierung bereits flächendeckend durch. Dabei spielt das Alter der Befragten eine untergeordnete Rolle – die jüngere Generation hält sich im Schnitt eher noch mehr zurück als die Manager von 46 Jahren aufwärts. Dafür sind die Zentren des digitalen Fortschritts bislang klar – Hamburg und Berlin.

Unternehmer spüren heißen Atem der vernetzten Konkurrenz

Wo Prof. Dr. Rüdiger Kabst, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Paderborn, „mehr Unternehmergeist, mehr Geschwindigkeit, mehr Mut zu Fehlern“ als aktuelles und kommendes Erfolgsrezept für den Mittelstand im digitalen Wandel ausgibt und Commerzbank-Vorstand Markus Beumer zum „Ausprobieren“ aufruft, spürt auch der überwiegende Teil der Unternehmer den heißen Atem der vernetzten Konkurrenz im Nacken. Die Studie zeigt, dass sich Unternehmen schon heute auf enorm schnelllebigen Märkten bewegen, die ein hoher Verdrängungswettbewerb auszeichnet. Viele Schlüsseltechnologien sind im Umbruch, Innovationszyklen werden immer kürzer – der Trend wird weiter dahin gehen, dass die digitalen Pioniere in dieser Umgebung leichter bestehen und sich am Ende durchsetzen.
Ein Szenario, das viele der Befragten fürchten – und das doch viel eher als Chance zu betrachten ist. Denn noch ist Zeit, auf den digitalen Zug aufzuspringen und selbst erfolgreich und innovativ mit den Möglichkeiten des Internets zu arbeiten. Auch, wer mit den Möglichkeiten und Potentialen eines solchen Schrittes noch nicht vertraut ist, kann sich über externe Fachleute das Know-How heranholen und so nicht zur (kosten-)effizienter arbeiten, sondern auch die Kundenzufriedenheit steigern und in letzter Konsequenz mehr Umsatz generieren. Winball.de hilft Ihnen gerne dabei, Ihre digitalen Projekte auf den Weg zu bringen – zum Beispiel beim Thema E-Commerce.

Quelle: https://www.unternehmerperspektiven.de/media/up/studien/15__studie/UP_15_Studie.pdf